Ich freue mich natürlich über Kommentare zu den einzelnen Themen im Blog.
Wenn jedoch die Todesstrafe gefordert wird, lösche ich den Kommentar.
Dieser Blog soll eine Info-Seite über Kriminalfälle sein und so neutral wie nur möglich.
03.11.11
Mal ein Lebenszeichen
Ich habe diesen Blog ja seit Monaten sträflich vernachlässigt ...
Der Grund: Ich sitze an einem Buch, das im Frühjahr erscheinen wird. Bald ist es fertig, dann werde ich hier wieder öfters was schreiben.
Der Grund: Ich sitze an einem Buch, das im Frühjahr erscheinen wird. Bald ist es fertig, dann werde ich hier wieder öfters was schreiben.
01.03.11
Aktuelles - Coca-Cola-Boykott für Martine Vik
Der Mord an der norwegischen Studentin Martine Vik Magnussen ist in Norwegen immer noch ein sehr heißes Thema.
Martine studierte in London, am 14. März 2008 verabschiedete sie sich von ihren Freundinnen, sie wollte noch zu einer Party. Als Martine nicht mehr heimkam, suchten ihre Freundinnen sie über Facebook. Die Polizei bekam einen Tipp, sie solle bei dem Studenten Farouk Abdulhak nachsehen. Am 16. März fand man ihre Leiche im Keller des Gebäudes, in dem Farouk wohnte. Ihr Mörder hatte sie vergewaltigt und erdrosselt. Bereits am 18. März wurde der Student von Scotland Yard international gesucht.
Es stellte sich dann heraus, dass der Privatjet seiner jemenitischen Familie bereits am 15. März in London gelandet war, noch am gleichen Tag war die Maschine mit Farouk an Bord zurück in den Jemen geflogen.
Farouk stammt aus einer unermesslich reichen Familie im Jemen, sein Vater versorgt unter anderem viele arabische Staaten mit Coca Cola, er wird als "Zuckerkönig" bezeichnet. Außerdem war er Mercedes-Agent, jeder, der vor Ort einen Mercedes wollte, musste über seine Firma kaufen.
Jemen muss Farouk nicht ausliefern.
Norwegische Politiker haben im Dezember 2011 die Firmen angeschrieben, die mit Farouks Vater zusammen arbeiten. Mercedes hat die Zusammenarbeit im Februar 2011 eingestellt, Coca Cola nicht. Deshalb haben Martines Freunde über Facebook zu einem Boykott von Coca Cola aufgerufen, 30.000 Norweger haben bisher unterschrieben.
Hier die Web-Site der Martine-Freunde.
Und hier ein Film über ihr Leben, die letzten Clips im Film entstanden drei Monate vor ihrem Tod
Martine studierte in London, am 14. März 2008 verabschiedete sie sich von ihren Freundinnen, sie wollte noch zu einer Party. Als Martine nicht mehr heimkam, suchten ihre Freundinnen sie über Facebook. Die Polizei bekam einen Tipp, sie solle bei dem Studenten Farouk Abdulhak nachsehen. Am 16. März fand man ihre Leiche im Keller des Gebäudes, in dem Farouk wohnte. Ihr Mörder hatte sie vergewaltigt und erdrosselt. Bereits am 18. März wurde der Student von Scotland Yard international gesucht.
Es stellte sich dann heraus, dass der Privatjet seiner jemenitischen Familie bereits am 15. März in London gelandet war, noch am gleichen Tag war die Maschine mit Farouk an Bord zurück in den Jemen geflogen.
Farouk stammt aus einer unermesslich reichen Familie im Jemen, sein Vater versorgt unter anderem viele arabische Staaten mit Coca Cola, er wird als "Zuckerkönig" bezeichnet. Außerdem war er Mercedes-Agent, jeder, der vor Ort einen Mercedes wollte, musste über seine Firma kaufen.
Jemen muss Farouk nicht ausliefern.
Norwegische Politiker haben im Dezember 2011 die Firmen angeschrieben, die mit Farouks Vater zusammen arbeiten. Mercedes hat die Zusammenarbeit im Februar 2011 eingestellt, Coca Cola nicht. Deshalb haben Martines Freunde über Facebook zu einem Boykott von Coca Cola aufgerufen, 30.000 Norweger haben bisher unterschrieben.
Hier die Web-Site der Martine-Freunde.
Und hier ein Film über ihr Leben, die letzten Clips im Film entstanden drei Monate vor ihrem Tod
Stichwörter:
Aktuelles,
Martine Vik
28.02.11
Olof Palme - 25 Jahre nach dem Mord -2
Genau heute vor 25 Jahren wurde um 23.21 Uhr Olof Palme auf dem Heimweg nach einem Kino-Abend erschossen. Bis heute gilt der Mord als nicht geklärt, obwohl Palmes Familie da anderer Ansicht ist. In den 25 Jahren sind über 3000 Ordner bei der Polizei entstanden - sie füllen 225 Meter Regalwand! Im Moment wird alles neu organisiert.
1989 wurde Christer Pettersson verurteilt, dann aber in zweiter Instanz wieder freigesprochen. Er ist inzwischen verstorben. Die Mordwaffe wurde nie gefunden, und Pettersson hat nie gestanden.
Lisbeth Palme hat ihn jedoch als den Mörder ihres Mannes identifiziert, und für sie und auch ihre Söhne scheint es keine Zweifel mehr zu geben.
Trotzdem gibt es so viele Spuren und Hinweise, Gerüchte, Konspirationstheorien usw. Der Mord ist zweifelsohne das größte Rätsel in der skandinavischen Kriminalgeschichte
1989 wurde Christer Pettersson verurteilt, dann aber in zweiter Instanz wieder freigesprochen. Er ist inzwischen verstorben. Die Mordwaffe wurde nie gefunden, und Pettersson hat nie gestanden.
Lisbeth Palme hat ihn jedoch als den Mörder ihres Mannes identifiziert, und für sie und auch ihre Söhne scheint es keine Zweifel mehr zu geben.
Trotzdem gibt es so viele Spuren und Hinweise, Gerüchte, Konspirationstheorien usw. Der Mord ist zweifelsohne das größte Rätsel in der skandinavischen Kriminalgeschichte
21.02.11
In eigener Sache - Back!
Es war eine lange Winterpause - seit Oktober ist hier nichts mehr passiert, dafür gab es verschiedene Gründe.
Aber nun wird hier hoffentlich wieder einiges passieren!
Wünsche nachträglich allen Lesern ein gutes 2011!
Aber nun wird hier hoffentlich wieder einiges passieren!
Wünsche nachträglich allen Lesern ein gutes 2011!
Olof Palme - 25 Jahre nach dem Mord
Am 28. Februar ist es genau 25 Jahre her, dass Olof Palme erschossen wurde. Es sind unzählige Seiten und Bücher und Artikel darüber geschrieben worden, das Thema würde diesen Blog hier sprengen. Wenn man "Olof Palme" in Google eingibt kommen 788.000 Hits, denke mal, anlässlich des Jahrestages werden es in den nächsten Tagen noch mehr werden.
Interessant ist ein aktueller Video-Film von Expressen, er dauert 25 Minuten und zeigt die Entwicklung von der Mordnacht bis heute. Leider natürlich auf Schwedisch, aber für viele vielleicht doch interessant
Interessant ist ein aktueller Video-Film von Expressen, er dauert 25 Minuten und zeigt die Entwicklung von der Mordnacht bis heute. Leider natürlich auf Schwedisch, aber für viele vielleicht doch interessant
24.09.10
Mord auf dem Fjord - Makabres Nachspiel
Jetzt gibt es noch ein äußerst makabres Nachspiel. Ein Anwalt hat den Auftrag bekommen, das Boot von John Knudsen - auf dem Kirsten Bay Andersen 30 Stunden lang gequält und ermordet wurde - zu verkaufen. Das Geld soll an die Hinterbliebenen als Schmerzensgeld gehen.
Fotos von dem Boot sind hier zu sehen.
Nun nicht nur das Boot, auch die Löcher in der Wand, die er gebohrt hatte, um sein Opfer an der Wand anfesseln zu können.
Einen ähnlichen Fall gab es mal in Schweden, dort wurde ein Auto verkauft, in dem der Täter sein Opfer weggebracht hatte.
Ich würde zu gerne wissen, ob man so etwas auch anderen Ländern macht, oder ob das ein skandinavisches Phänomen ist.
Fotos von dem Boot sind hier zu sehen.
Nun nicht nur das Boot, auch die Löcher in der Wand, die er gebohrt hatte, um sein Opfer an der Wand anfesseln zu können.
Einen ähnlichen Fall gab es mal in Schweden, dort wurde ein Auto verkauft, in dem der Täter sein Opfer weggebracht hatte.
Ich würde zu gerne wissen, ob man so etwas auch anderen Ländern macht, oder ob das ein skandinavisches Phänomen ist.
Stichwörter:
John Knudsen,
Kirsten Bay Andersen
23.09.10
Mord auf dem Fjord - Das Urteil
Es war zu erwarten: John Knudsen wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Richter wies in seinem Urteilsspruch darauf hin, dass das Opfer Kirsten Bay Andersen 30 Stunden (!) lang gequält und vergewaltigt wurde. Fast während der gesamten Zeit war sie gefesselt, und immer wieder filmte ihr Mörder die arme Frau.
Im Urteil ist auch die Strafe für Besitz von Kinderpornografie und für einen sexuellen Übergriff an einer 9-Jährigen vor einigen Jahren beinhaltet.
John Knudsen weinte vor dem Urteilsspruch, er entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen. Denen war die Entschuldigung angesichts der Leiden, die Kirsten durchmachen musste, ziemlich egal.
John Knudsen ist der 21. Häftling, der in Dänemark zur Zeit eine lebenslange Haft absitzen muss.
Der Richter wies in seinem Urteilsspruch darauf hin, dass das Opfer Kirsten Bay Andersen 30 Stunden (!) lang gequält und vergewaltigt wurde. Fast während der gesamten Zeit war sie gefesselt, und immer wieder filmte ihr Mörder die arme Frau.
Im Urteil ist auch die Strafe für Besitz von Kinderpornografie und für einen sexuellen Übergriff an einer 9-Jährigen vor einigen Jahren beinhaltet.
John Knudsen weinte vor dem Urteilsspruch, er entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen. Denen war die Entschuldigung angesichts der Leiden, die Kirsten durchmachen musste, ziemlich egal.
John Knudsen ist der 21. Häftling, der in Dänemark zur Zeit eine lebenslange Haft absitzen muss.
Stichwörter:
John Knudsen,
Kirsten Bay Andersen
21.09.10
Mord auf dem Fjord - Das makabre Geständnis des John Knudsen
Die 52-jährige Kirsten aus dem süddänischen Hadersleben hat stundenlang ihrem Tod in die Augen schauen müssen. Wahrscheinlich hat sie gekämpft und gefleht, aber ihr Mörder ließ sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. Ein bisschen beeindruckt war jedoch schon. Vor dem Mord entschuldigte er sich bei seinem Opfer!
"Ekstra Bladet" berichtet über den Prozess
Kirsten Bay Andersen war am Samstag, den 27. September 2009 bei einem Firmenfest. Um 2 Uhr morgens rief sie per Handy ihren Mann an und bat ihn darum, sie vor der Polizeiwache in Hadersleben abzuholen und heimzufahren. Ihr Mann kam, aber Kirsten kam nicht. Stundenlang wartete und suchte er nach ihr. Schließlich bat er die Polizei um Hilfe. Den ganzen Sonntag wurde nach der Frau gesucht, selbst im Fjord waren Boote unterwegs. Am Montag dann der erste schreckliche Hinweis darauf, dass ein Verbrechen vorliegen musste. In einem Container fand man Kirstens Jacke, andere Kleidungsstücke und alle ihr persönlichen Papiere.
Aber Kirsten selbst blieb verschwunden. Am 1. Oktober bekam die Polizei schließlich einen Tipp. Sie solle nach John Knudsen (44) Ausschau halten. Der Mann war wegen einer brutalen Vergewaltigung vorbestraft und hatte die letzten Wochen im Fjord auf seinem Boot "Pampero 2" gelebt. Als die Polizei zum Boot kommt, ist er verschwunden. Aber es gab Hinweise genug, die zeigten, dass im Boot fürchterliche Dinge passiert waren. U.a. fand man 60.000 Pornobilder, einige davon kinderpornografisch. John Knudsen wurde nun per internationalen Haftbefehl gesucht. Eine knappe Woche später fand man schließlich Kirstens Leiche. Sie lag in 7 Meter Tiefe am Grund des Fjords. Ihr Mörder hatte sie an einen Betonklotz gefesselt. Der Betonklotz stammte vom Boot!
Am 4. November schnappte schließlich die Falle zu. John Knudsen konnte in der spanischen Stadt Saragossa festgenommen werden, weil er auf der Straße gebettelt hatte. Kurz darauf wurde er nach Dänemark ausgeliefert.
Gestern - am 20. September - begann schließlich der Prozess.
John Knudsen bekannte sich schuldig und legte vor Gericht ein so umfassendes Geständnis ab, wie man es wohl selten in einem Gerichtssaal erlebt. Deshalb kennt man nun auch die kleinsten Details von Kirstens Tod. Nur eines wollte John Knudsen nicht berichten: Wie er sie auf sein Boot gebracht hat. Angeblich sei sie freiwillig mitgekommen. Aber ganz genau könne er sich nicht erinnern. Das klingt alles andere als wahrscheinlich. Schließlich hatte Kirsten darum gebeten, abgeholt zu werden. Die Polizei hat außerdem einen Zeugen gefunden, der sah, wie ein Mann Kirsten am Arm packte und wegzog. Er wollte helfen, aber dann war die Frau wie vom Boden verschluckt. Dass hier wirklich ein Verbrechen statt gefunden hatte, merkte der Zeuge erst, als das Verschwinden von Kirsten öffentlich bekannt wurde.
John Knudsen berichtete vor Gericht, dass er die nackte Kirsten mit einem Seil an die Schiffswand gefesselte hatte. Dort hatte er bereits - quasi als Vorbereitung - vier Löcher gebohrt und Haken angebracht. "Als wir den Hafen verließen, machte ich Kaffee. Sie war immer noch gefesselt. Ich dachte, dass ich sie wahrscheinlich töten muss. Als wir draußen auf dem Fjord waren, befreite ich sie. Wir spielten Yatzi, und sie erzählte mir von ihrer Brustkrebserkrankung." Einmal klingelte Kirstens Handy. Ihr Mann, der sie überall verzweifelt suchte, war am anderen Ende. John Knudsen nahm das Handy und warf es ins Wasser. Dann vergewaltigte er sie und missbrauchte sie immer wieder auf die unterschiedlichsten Arten. Die Prozessbeobachter erfuhren alle grausamen Einzelheiten. Schließlich schlief er nackt neben der gefesselten Frau ein, am nächsten Morgen machte er da weiter, wo er aufgehört hatte. Viele der Übergriffe filmte er außerdem mit seinem Handy. Desto länger Kirsten an Bord war, desto mehr war der Täter davon überzeugt, dass er quasi zum Morden gezwungen war. "Ich konnte sie ja schlecht zum Hafen fahren und da an Land setzen. Die Polizei wäre sofort hier gewesen, und ich war ja vorstraft." Am Ende entschuldigte er sich dann bei Kirsten, offenbar hoffte er, dass sein Opfer diesen "logischen" Zusammenhang erkennt und versteht. "Es tut mir leid, dass ich das tun muss. Aber es geht schnell und tut nicht weh. Es ist die einzige Methode, die auch aus dem Fernsehen und von Büchern kenne", sagte er - dann zog er ihr zwei grüne Abfalltüten über den Kopf. Während Kirsten qualvoll erstickte, legte er seinen Kopf auf ihre Brust und hörte ihren Herzschlägen zu. Er lauschte so lange, bis ihr Herz nicht mehr schlug. Dann filmte er noch einmal die nackte, misshandelte Leiche. Als der Staatsanwalt wissen wollte, warum er sie dann auch noch gefilmt hatte, konnte er keinen Grund angeben. "Ich kann mich nicht mehr erinnern."
John Knudsens Mutter saß im Gerichtssaal. Sie hatte der Polizei bei der Suche nach Kirsten den entscheidenden Tipp gegeben. Noch mehr wie alle anderen wird sie sich fragen, wie John Knudsen zu dem geworden ist, was er heute ist. Eine Erklärung wird sie wahrscheinlich nicht finden. John hatte eine gute Kindheit, alle Bekannten beschreiben die Familie als ausgesprochen herzlich.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm auch vor, ein 12-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Die Beweise dazu fand man auf dem Boot.
Das Urteil wird bereits in dieser Woche erwartet
"Ekstra Bladet" berichtet über den Prozess
Kirsten Bay Andersen war am Samstag, den 27. September 2009 bei einem Firmenfest. Um 2 Uhr morgens rief sie per Handy ihren Mann an und bat ihn darum, sie vor der Polizeiwache in Hadersleben abzuholen und heimzufahren. Ihr Mann kam, aber Kirsten kam nicht. Stundenlang wartete und suchte er nach ihr. Schließlich bat er die Polizei um Hilfe. Den ganzen Sonntag wurde nach der Frau gesucht, selbst im Fjord waren Boote unterwegs. Am Montag dann der erste schreckliche Hinweis darauf, dass ein Verbrechen vorliegen musste. In einem Container fand man Kirstens Jacke, andere Kleidungsstücke und alle ihr persönlichen Papiere.
Aber Kirsten selbst blieb verschwunden. Am 1. Oktober bekam die Polizei schließlich einen Tipp. Sie solle nach John Knudsen (44) Ausschau halten. Der Mann war wegen einer brutalen Vergewaltigung vorbestraft und hatte die letzten Wochen im Fjord auf seinem Boot "Pampero 2" gelebt. Als die Polizei zum Boot kommt, ist er verschwunden. Aber es gab Hinweise genug, die zeigten, dass im Boot fürchterliche Dinge passiert waren. U.a. fand man 60.000 Pornobilder, einige davon kinderpornografisch. John Knudsen wurde nun per internationalen Haftbefehl gesucht. Eine knappe Woche später fand man schließlich Kirstens Leiche. Sie lag in 7 Meter Tiefe am Grund des Fjords. Ihr Mörder hatte sie an einen Betonklotz gefesselt. Der Betonklotz stammte vom Boot!
Am 4. November schnappte schließlich die Falle zu. John Knudsen konnte in der spanischen Stadt Saragossa festgenommen werden, weil er auf der Straße gebettelt hatte. Kurz darauf wurde er nach Dänemark ausgeliefert.
Gestern - am 20. September - begann schließlich der Prozess.
John Knudsen bekannte sich schuldig und legte vor Gericht ein so umfassendes Geständnis ab, wie man es wohl selten in einem Gerichtssaal erlebt. Deshalb kennt man nun auch die kleinsten Details von Kirstens Tod. Nur eines wollte John Knudsen nicht berichten: Wie er sie auf sein Boot gebracht hat. Angeblich sei sie freiwillig mitgekommen. Aber ganz genau könne er sich nicht erinnern. Das klingt alles andere als wahrscheinlich. Schließlich hatte Kirsten darum gebeten, abgeholt zu werden. Die Polizei hat außerdem einen Zeugen gefunden, der sah, wie ein Mann Kirsten am Arm packte und wegzog. Er wollte helfen, aber dann war die Frau wie vom Boden verschluckt. Dass hier wirklich ein Verbrechen statt gefunden hatte, merkte der Zeuge erst, als das Verschwinden von Kirsten öffentlich bekannt wurde.
John Knudsen berichtete vor Gericht, dass er die nackte Kirsten mit einem Seil an die Schiffswand gefesselte hatte. Dort hatte er bereits - quasi als Vorbereitung - vier Löcher gebohrt und Haken angebracht. "Als wir den Hafen verließen, machte ich Kaffee. Sie war immer noch gefesselt. Ich dachte, dass ich sie wahrscheinlich töten muss. Als wir draußen auf dem Fjord waren, befreite ich sie. Wir spielten Yatzi, und sie erzählte mir von ihrer Brustkrebserkrankung." Einmal klingelte Kirstens Handy. Ihr Mann, der sie überall verzweifelt suchte, war am anderen Ende. John Knudsen nahm das Handy und warf es ins Wasser. Dann vergewaltigte er sie und missbrauchte sie immer wieder auf die unterschiedlichsten Arten. Die Prozessbeobachter erfuhren alle grausamen Einzelheiten. Schließlich schlief er nackt neben der gefesselten Frau ein, am nächsten Morgen machte er da weiter, wo er aufgehört hatte. Viele der Übergriffe filmte er außerdem mit seinem Handy. Desto länger Kirsten an Bord war, desto mehr war der Täter davon überzeugt, dass er quasi zum Morden gezwungen war. "Ich konnte sie ja schlecht zum Hafen fahren und da an Land setzen. Die Polizei wäre sofort hier gewesen, und ich war ja vorstraft." Am Ende entschuldigte er sich dann bei Kirsten, offenbar hoffte er, dass sein Opfer diesen "logischen" Zusammenhang erkennt und versteht. "Es tut mir leid, dass ich das tun muss. Aber es geht schnell und tut nicht weh. Es ist die einzige Methode, die auch aus dem Fernsehen und von Büchern kenne", sagte er - dann zog er ihr zwei grüne Abfalltüten über den Kopf. Während Kirsten qualvoll erstickte, legte er seinen Kopf auf ihre Brust und hörte ihren Herzschlägen zu. Er lauschte so lange, bis ihr Herz nicht mehr schlug. Dann filmte er noch einmal die nackte, misshandelte Leiche. Als der Staatsanwalt wissen wollte, warum er sie dann auch noch gefilmt hatte, konnte er keinen Grund angeben. "Ich kann mich nicht mehr erinnern."
John Knudsens Mutter saß im Gerichtssaal. Sie hatte der Polizei bei der Suche nach Kirsten den entscheidenden Tipp gegeben. Noch mehr wie alle anderen wird sie sich fragen, wie John Knudsen zu dem geworden ist, was er heute ist. Eine Erklärung wird sie wahrscheinlich nicht finden. John hatte eine gute Kindheit, alle Bekannten beschreiben die Familie als ausgesprochen herzlich.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm auch vor, ein 12-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Die Beweise dazu fand man auf dem Boot.
Das Urteil wird bereits in dieser Woche erwartet
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06.08.10
Crime-Telegramm - Das Linda-Chen-Mysterium bleibt ungeklärt
Nachdem ich hier ja ausführlich über das Mysterium der verschwundenen Linda Chen geschrieben habe, und darüber, dass ihr Verlobter Mats Alm unter Verdacht steht, hier nun zum Prozessende:
Mats Alm wurde im Juli in der Mordanklage freigesprochen, allerdings bekam er eineinhalb Jahre für Störung der Grabruhe.
Das Gericht ist davon überzeugt, dass er wusste, wo Lindas Leiche war und dass er irgend etwas mit ihrem Tod zu tun haben muss, weil er es eben wusste. Allerdings hat er nie gestanden, und es gab keine Beweise und keine Indizien.
Alm selbst sagt ja, er sei ein Opfer eines Kidnapping gewesen.
Nun wurde auch bekannt, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil nicht anfechten wird. Damit ist der Fall abgeschlossen. Alm selbst hofft auf eine Begnadigung, damit er die eineinhalb Jahre nicht absitzen muss.
Der Mord an Linda Chen verbleibt also ein ungelöster Fall
Mats Alm wurde im Juli in der Mordanklage freigesprochen, allerdings bekam er eineinhalb Jahre für Störung der Grabruhe.
Das Gericht ist davon überzeugt, dass er wusste, wo Lindas Leiche war und dass er irgend etwas mit ihrem Tod zu tun haben muss, weil er es eben wusste. Allerdings hat er nie gestanden, und es gab keine Beweise und keine Indizien.
Alm selbst sagt ja, er sei ein Opfer eines Kidnapping gewesen.
Nun wurde auch bekannt, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil nicht anfechten wird. Damit ist der Fall abgeschlossen. Alm selbst hofft auf eine Begnadigung, damit er die eineinhalb Jahre nicht absitzen muss.
Der Mord an Linda Chen verbleibt also ein ungelöster Fall
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