14.08.07

Crime-Telegramm

Doppelmord oder einfach „nur“ spurlos verschwunden?

Mitte Januar 2007 verschwand aus einem einsam gelegenen Haus bei Helsingborg in Südschweden ein älteres Ehepaar. Sölve Svensson (64) und Irene Haldert (58) waren von heute auf morgen einfach wie vom Erdboden verschwunden. Ihr Essen stand noch unberührt in der Mikrowelle, und ihre geliebten und immer wohl versorgten Katzen jammerten vor leeren Futternäpfen.

Die Polizei stand vor einem Rätsel, schien aber einer Lösung nahe zu sein, als ein junger Mann im März versuchte, das Auto des Paares zu verkaufen. Der 21-Jährige gestand gleich eine Reihe von Betrügereien, aber mit dem Verschwinden des Paares wollte er nichts zu tun haben. Er hatte zwar u.a. den Führerschein von Sölve gestohlen und in Sölves Namen drei Kredite beantragt – aber ein Mörder sei er auf keinen Fall!

Die Polizei suchte intensiv nach den Leichen von Sölve und Irene. Taucher untersuchten verschiedene Seen; Wälder und Gebüsche wurden durchkämmt. Aber das Paar blieb verschwunden. Der 21-Jährige sollte – ohne Leichen – wegen Doppelmordes verurteilt werden. Der wichtigste Beweis der Staatsanwaltschaft sind Blutspuren, die die Polizei im gestohlenen Auto des Paares gefunden hatte.

Am 13. August wurde der 21-Jährige überraschend aus der U-Haft entlassen. Eine Erklärung von der Staatsanwaltschaft gab es nicht, am 31. August soll – wie geplant – ein Urteil fallen. Der 21-Jährige und sein Anwalt haben u. a. die Theorie geäußert, dass Sölve Svensson selbst seine Frau Irene umgebracht hat und dann anschließend entweder Selbstmord begangen hat oder einfach nur untergetaucht ist.

Aftonbladet 14.8.2007 meldet die Freilassung des Angeklagten

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