02.09.07

In eigener Sache 4 / Zu reißerisch?

Es gib unerwartete Schwierigkeiten mit der Blog-Arbeit. Wenn man einem fiktiven Krimi schreibt, kann man übertreiben, den Horror ausmalen ... die Story lebt von der Spannung. zeitweise von der Frustration der Ermittler und zum Ende hin meist auch von der Angst eines Opfers. Während der ganzen Geschichte kann der Autor auch noch lustig sein und einige Figuren von ihren humoristischen Seite zeigen.

All das geht bei Arbeit mit wahren Fakten nicht. Ich vergesse keine Sekunde, dass es sich hier um wirklich erlebtes Leid handelt. Trotzdem verführt die Materie natürlich manchmal dazu, dass man zu reißerische Wörter benützt, da man ja nicht in den trockenen Ton der Polizeisprache verfallen will.

Das Schreiben ist ein ewiger Balanceakt zwischen "zu langweilig" und "zu reißerisch".

Ich versuche alles, um so "nüchtern" wie möglich an einen Fall heranzugehen. Der Blog soll - so mein erklärtes Ziel - niemanden vor den Kopf stoßen, - auch die Gefühle von niemanden verletzen. Er soll in Reportageform skandinavische Kriminalfälle so neutral wie möglich schildern und auflisten. Aber der Blog soll natürlich auch nicht anöden ...

Ein angefangenes Posting über einen Kannibalen hab ich erst einmal wieder gelöscht. Bei einem solchen Thema muss man besonders aufpassen, habe ich gemerkt.

Ich hab heute eine kleine Umfrage zu diesem Thema gestartet (siehe in der rechten Spalte), würde mich über rege Teilnahme freuen!


Schönen Sonntag
Ingrid


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