16.01.08

Der Tod von Karl XII. - das älteste Mordmysterium Skandinaviens



Wer tötete den schwedischen König Karl XII.?

Seit seinem Tod wird darüber gerätselt.
Er starb am 11. Dezember 1718 während einer Schlacht, er wurde nur 36 Jahre alt.

Einige Forscher vermuten ein schwedisches Kaliber, was bedeuten würde, dass er von seinen eigenen Leuten im Schützengraben erschossen worden ist. Andere Forscher glauben, die Kugel kam von außerhalb.

Das Eingangsloch ist jedenfalls größer, als das Ausgangsloch - was eher für eine feindliche Kugel spricht. Denn das deutet darauf hin, dass die Kugel aus großem Abstand abgegeben wurde.

Karl XII. hat Schweden immer wieder in den Krieg geführt. Für die einen war er ein Held, für die anderen ein Chaot, der das Land an den Rand des Abgrunds führte. U.a. hat er Norwegen zwei Mal angegriffen, bei der zweiten Belagerung von Oslo - die Stadt hieß damals Christiania und Norwegen war Teil des dänischen Königreiches - starb er dann. Seine Person ist bis heute sehr umstritten. In einigen schwedischen Büchern wird er als "Heldenkönig" bezeichnet, in anderen als ein Abenteurer.

Sein Grab wurde mehrere Male geöffnet, da die Forscher hinter das Rätsel seines Todes kommen wollen. Die letzte Öffnung ist allerdings schon fast 100 Jahre her! Sie war 1917!

Nun haben Forscher eine erneute Graböffnung beantragt. Man denkt, dass man mit dem heutigen technischen Know-How das Mysterium lösen könnte.

Die ganze Mordgeschicht ist von vielen Mythen umgeben. U.a. wird eine Kugel ausgestellt, die aus einem Knopf einer schwedischen Offiziersuniform gegossen wurde. Mit dieser Kugel soll der König angeblich ermordet worden sein. Das Problem ist nur, dass die Kugel erst lange Zeit nach dem Tod des Königs gefunden wurde. Der Kugel-Knopf wird seit 1930 im Varberg-Museum ausgestellt.

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