23.04.09

Crime-Telegramm / Morddrama im schwedischen Hochadel

Schweden hat einen handfesten Adelsskandal!
Am späten Dienstag Nachmittag wurde mitten in der Stockholmer Innenstadt auf einen Grafen und dessen hochschwangere Lebensgefährtin geschossen.

Graf P. kam mit seiner Lebensgefährtin zur Storekyrkan-Schule in der Stockholmer Altstadt. Offenbar wollte er dort seine Töchter abholen. Als das Paar vor der Schule stand, eröffnete ein Mann das Feuer. Er schoss ca. acht Mal auf das Paar, dann flüchtete er auf einer gelben Vespa. Anwohner hatten beobachtet, dass der Mann mit der gelben Vespa drei Stunden vor der Schule gewartet hatte.

Der Graf und seine Freundin stürzten schwer verletzt zu Boden, die Hochschwangere konnte aber noch über Handy die Polizei alarmieren, ein in der Nähe wohnender Arzt kam zufällig vorbei und leistete Erste Hilfe. Graf P. erlitt Kopf- und Brustverletzungen, seine schwangere Freundin wurde ebenfalls schwer verletzt.

Trotzdem konnte sie am Donnerstag aussagen, dass sie den Täter noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Andere Einzelheiten über den Gesundheitszustand der beiden Opfer sind noch nicht bekannt.

Nur wenige Stunden nach der Tat wurde ein in Schweden sehr bekannter Werbefachmann festgenommen. Er stand unter Tatverdacht, hatte jedoch ein Alibi. Am Mittwoch kam er wieder frei. Stattdessen nahm die Polizei nun die Ex des Grafen fest.

Die zwei Festnahmen haben dazu geführt, dass nun pikante und problembeladene Einzelheiten aus dem Leben des Grafen bekannt werden. Bisher wird der Name des Grafen zwar noch nicht genannt, aber jeder in Schweden kennt ihn inzwischen, da man weiß, auf welchem Schloss er wohnt. Graf P. galt bisher als biederer Gutsherr mit einem glücklichen Händchen für die Landwirtschaft und guten Beziehungen zum Königshaus. Hinter den vornehmen Schlossmauern müssen sich in den letzten Jahren jedoch einige Dramen abgespielt haben!

Der Werbefachmann soll - so eine Zeitung - unter Verdacht geraten sein, weil ein DNA-Test vor kurzem gezeigt hatte, dass seine Tochter gar nicht seine Tochter ist. Graf P. soll der Vater sein.

Die Ex des Grafen kam anschließend ins Fadenkreuz der Polizei, weil sie um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder streitet. Die momentane Theorie der Polizei: Sie hat einen Killer angeheuert, der den lästigen Grafen aus dem Weg räumen sollte.
Die Freunde der Frau sind von ihrer Unschuld überzeugt, und vorläufig konnte der Vespafahrer - der von vielen gesehen wurde - nicht gefasst werden, obwohl es in Stockholm eigentlich nicht viele gelbe Vespas geben dürfte.

Vielleicht gibt es jedoch auch ganz andere Hintergründe für die Tat.
Vielleicht war es sogar eine Verwechslung.
Und vielleicht wird er hoffentlich mal wieder so fit sein, dass er selbst zu dem ganzen Wirrwarr Stellung nehmen kann.

Ganz aktuell wirkt es ziemlich merkwürdig, dass die Polizei noch kein Phantombild des Vespafahrers veröffentlicht hat und den Mann auch nach zwei Tagen immer noch nicht gefunden hat.

Man wird aber so oder so noch einiges über diesen doppelten Mordversuch in vornehmsten Kreisen hören.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen