20.04.09

Thomas Quick - ein Mann, der ein Serienkiller sein wollte?

Ganz aktuell, ganz schnell hier im Blog:

Thomas Quick beantragt heute einen neuen Prozess, und wahrscheinlich wird ihr ihn bekommen. Damit könnte der größte Rechtsskandal in Schweden ins Rollen kommen.

Quick gilt seit über einem Jahrzehnt als "der" Serienkiller Schwedens. Er soll zehn kleine Jungen, ein holländisches Pärchen und einen isralischen Touristen ermordet haben (dazu später ausführlichere Infos). Insgesamt hat er 33 Morde in Schweden und Norwegen gestanden!

Heute nimmt er alle seine Geständnisse zurück, und Experten sind davon überzeugt, dass er wirklich gelogen hat. So hat er einen Mord genauso beschrieben, wie er in einer TV-Rekonstruktion geschildert wurde, obwohl in dieser Sendung einige Fehler eingebaut waren. Fakten, die nur der wirkliche Mörder kennen konnte, wurden verändert oder falsch geschildert.

Außerdem stand er während der Geständnisse unter Drogen, er war psychisch krank und wurde mit Medikamenten behandelt.

Schon damals, als Quick als Serienmörder verurteilt wurde, gab es in Skandinavien viele Zweifler. Es schien keinen Zusammenhang zwischen den Morden zu geben. Die ganzen Geschichten schienen ZU verrückt zu sein, man suchte nach Quicks Angaben nach Leichen, die man nicht fand usw.
Falls ein neuer Prozess nun Quicks Unschuld bestätigt, gibt es eine tragische Schlussfolgerung: Viele Morde in Schweden und auch Norwegen müssen neu aufgerollt werden! Die wirklichen Mörder sind immer noch auf freiem Fuß.




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