28.11.09

Crime-Telegramm / Der Mörder war der .... Elch!







Diesen ungewöhnlichen Mordfall
meldete am Freitag die
schwedische Zeitung "Expressen"






Unmittelbar will man vielleicht schmunzeln, wenn man das liest. Mir ging es jedenfalls so. Vielleicht wäre die Geschichte auch wirklich tragikomisch, wenn es Fiktion wäre. Aber es ist leider ein sehr trauriger Fall aus dem wirklichen Leben.




Die 63-jährige Agneta Westlund arbeitete als Kultur-Sachverständige in der Kommunalabteilung von Västerviks. Sie liebte die Wälder, sammelte gerne Pilze und machte lange Spaziergänge mit ihrem Hund. Am 5. September 2008 ging sie abends noch einmal mit dem Hund hinaus. Als sie nicht zurück kam, machte sich ihr Mann Ingemar Sorgen. Er suchte nach ihr. Schließlich fand er sie nach Mitternacht leblos auf einem Waldweg. Er rief sofort 112 an, der Krankenwagen kam, aber niemand konnte Agneta mehr helfen.
Agneta war einen gewaltsamen Tod gestorben, es sah aus, als hätte Jemand sie erschlagen. Bereits am nächsten Morgen fiel der Verdacht auf den Ehemann. Er wurde festgenommen, aber kurz darauf wieder freigelassen, der Haftrichter fand nicht, dass die Beweise für eine U-Haft ausreichten. Trotzdem stand Ingemar Westlung fünf Monate lang unter Verdacht. Aber erst nach 13 Monaten konnte die Polizei mit Sicherheit sagen, wer nun der Mörder eigentlich war. Man hatte Haare an der Leiche von Agneta gefunden und diese Haare analysiert. Sie stammten von einem Elch. Ein Elch hatte als die 63-Jährige umgeworfen, gestoßen oder getreten. Für Ehemann Ingemar war das letzte Jahr unvorstellbar schwer. Nicht nur, dass er seine Frau verloren hatte, er musste auch damit fertig werden, als mutmasslicher Gattinnen-Mörder unter Verdacht zu stehen. Um alle Missverständnisse aus der Welt zu räumen, hat die Polizei für nächste Woche eine Pressekonferenz versprochen.

Elche sind übrigens im allgemeinen ungefährlich, aber sie können durchaus auch aggressiv werden und wie Pferde mit den Beinen nach Menschen treten. Am besten macht man einen Bogen um sie, falls man mal einen im Wald treffen sollte.

24.11.09

Crime-Telegramm / "World of Warcraft"-Mord in Schweden?



Die erste Meldung vom Mord in Aftonbladet


Am Samstag feierte Erika Eriksson in Stockholm ihren 27. Geburtstag. Sie hatte jede Menge Freunde eingeladen und es soll ein tolles Fest gewesen sein. Am nächsten Morgen fand man sie erwürgt in der Wohnung. Ersten Meldungen zufolge hatte man sie erhängt gefunden, aber Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Eines steht jedoch fest: Erika Eriksson war eine leidenschaftliche WoW-Spielerin, die Gäste sollen allesamt Leute gewesen sein, die sie über das Internet-Spiel kennen gelernt hat. Das hat zumindest Staatsanwältin Christina Voigt bestätigt.
Ein 33-jähriger Spieler wurde festgenommen. Schon vor Jahren soll er sich in Rollenspielen ausgelebt haben. Einzelheiten werden erst in den nächsten Wochen langsam bekannt werden. Offenbar geht die Staatsanwaltschaft jedoch davon aus, dass hier ein Comuterspiel der ausschlaggebende Domino-Stein war, der zum Mord geführt hat.